Datum: 04. Jan 2010
Schlagwörter: Lyrisches , , ,

Ein Mann suchte sein Leben lang vergebens “das bunte Leben”. Er zog in die nächste Großstadt und erhoffte sich dabei, dass sein Leben aufregender würde. Doch er ging unter – bei dem ganzen Alltag, den vielen Menschen – denn er merkte, dass alles sehr unpersönlich war. Er traf jeden Tag andere Menschen – und sah sie auch sehr schnell nie wieder. Er wusste nicht, was er tun sollte. Tag für Tag spürte er, dass er immer verzweifelter wurde. Und so suchte er sich eine Wohnung in einem abgelegenen Dorf. Er fühlte sich dort eine ganze Zeit lang sehr wohl. Doch er merkte, dass auch das nicht das Richtige für ihn ist. Er versank in noch tieferer Verzweiflung. Er hatte ja schon beide Extrema durchlebt, was hätte er denn jetzt noch für eine Möglichkeit gehabt? Er wusste nicht was er tun sollte. Er lebte so noch eine Zeit lang weiter in diesem Dorf bis er einen neuen Entschluss gefasst hatte. Er fuhr eines Abends einfach los – mit den nötigsten Sachen im Kofferraum – um einen alten Freund zu besuchen. Doch als er bei seinem Haus ankam, merkte er, dass er gar nicht mehr dort wohnte. Er fragte sich, wo er hingezogen sein könnte, gab dann aber die Hoffnung auf und fuhr weiter. Er fuhr tagelang umher, ohne wirklich ein Ziel vor Augen zu haben. Und dann – durch Zufall – fand er ein kleines Städtchen, wo er sich sofort wohl fühlte. Er mietete dort eine kleine Wohnung und lebte recht glücklich und zufrieden.

Jahre später erinnerte er sich zurück an diese zerrissene Zeit und kam dabei ins Grübeln. Er verstand so langsam, weshalb er sich nirgends wohlfühlte. Keine Stadt konnte ihn halten, weil ihm Menschen – Freunde fehlten. Er suchte zwar immer den richtigen Ort aber nie die richtigen Menschen. Er wusste, dass er auch in diesem Städtchen nicht glücklich werden konnte. Doch er wusste nicht, was er tun sollte.

Er wohnte weiterhin Jahr für Jahr in diesem Städtchen.



Datum: 30. Nov 2008
Schlagwörter: Lyrisches

Ich wache langsam auf….die erste Frage, die ich mir gleich gestellt habe: “Wo bin ich?”. Doch diese Frage konnte ich mir nicht beantworten. Ich sehe mich erstmal um. Es ist dunkel, kein Licht. Nur das Licht des Vollmondes scheint durch ein kleines Fenster über dem Bett, in dem ich aufgewacht bin. Die Wände sind kalt und karg. Das Bettlaken ist Blutverschmiert und im ganzen kann ich den Geruch von verwesten Leichen riechen. Ich frage mich, ob das Blut auf dem Laken wohl von mir ist. Ich schaue mich daher genau an und stelle fest, dass mein linker Arm ebenfalls voller Blut ist. “Sieht aus wie tiefe Kratzer”. Ich bin beunruhigt…”Was ist hier passiert? Wie lange habe ich geschlafen..oder war ich gar bewusstlos?”. Ich setze mich auf die Linke Bettkante und stehe langsam auf. Der Schmerz war kaum auszuhalten. Ich setze mich sofort wieder hin und schaue meine Beine an. Ich taste meine Beine ab – Schmerzen. “Schätzungsweise ist mein linkes Bein gebrochen.” Ich versuche es erneut aufzustehen. Es gelingt mir, da ich das linke Bein kaum belaste. Ich hinke langsam zu der Tür, die etwas links genau am anderen Ende des Zimmers liegt. “Wer weiß. was mich hinter dieser Tür erwartet.” Ich hinke immer weiter, bis ich vor der Tür stehe. “Die Türklinke ist ebenfalls mit Blut verschmiert.” Ich atme noch einmal tief durch und öffne dann langsam die alte Holztür. “….das kann nicht sein!” Schweißgebadet – Schock – Was ich sah, war ein langer Gang…so lang, dass ich kaum das Ende dieses Ganges sehen konnte. Doch das erschreckende war, dass alle paar Meter eine Art Verliestüren waren….ich hinke weiter, bis ich zum Ende des Ganges komme. Eine weitere Tür. Doch diesmal aus massivem Stahl. Der Hebel lässt sich nur ganz schwer herunterdrücken. Ich sehe einen dunklen Raum, ich trete hinein. ich höre ein leises, unregelmäßiges, langsames Atmen. Ich bleibe wie angewurzelt im Raum stehen, bis ich einen kalten Schatten spüre hinter mir. Ich bin wie versteinert und kann mich nicht umdrehen. Plötzlich spüre ich den Schatten direkt hinter mir. Ich falle bewusstlos zu Boden – Niedergeschlagen von einem kalten, kantigen Gegenstand…